Die Akademie


image

Herzlich Willkommen in der Akademie zur Wahrung musikhistorisch angewandter Kunst.

Von links nach rechts :
Prof. M. Otto  –  Mittelalterlaute , M. Möwes  –  Altfidel, St. Wächter  –  Altus, H. Schmiedel – Oud

Dieser Name wurde bewusst gewählt, denn Musik kann keine angewandte Kunst sein – sagt man. Denn angewandte Kunst sind Gegenständlichkeiten, die man sehen und anfassen kann. Auf die Musik trifft dieses nicht zu. Richtig.

Musik bahnt sich, während man sie „hört“, den direkten Weg zum Herzen. Sie entwickelt bei jedem Einzelnen unterschiedliche Gefühlsebenen, ohne einen gegenständlich Ursprung zu haben. Es ist die Interpretation des Künstlers, der die Musik in „Gegenständlichkeiten“ umformen muß, aus denen der Zuhörer sein Gefühlsempfinden schöpft. Dieses Umformen macht die Musik zur „angewandten“ Kunst.

Die Musik in ihrer Struktur zu analysieren, fand in jeder Epoche statt. Da sah man Parallelen zum Kosmos, in der Mathematik und Rhetorik. Das Umspielen eines Motives im Gebrauch der „Gottesverehrung“ und die Erweiterung durch mehrere diminuierenden Stimmen brachten neue musikalische Formen hervor.

Um die Musik als rhetorische Sprache zu verstehen, suchte man mit Erfolg nach neuen spieltechnischen Ausdrucksformen. Jede einzelne Entwicklungsstufe haben wir zur „angewandten Kunst“ erhoben, ihre Veränderung oder Anpassung an den neuen Gebrauch wollen wir nachempfinden und interpretieren, um diese zu „wahren“. Das Ganze soll nach dem Vorbild von Akademos geschehen – Interessenten für diese Thematik zu finden, gemeinsam zu forschen, sich auszutauschen, zu neuen (alten) Erkenntnissen zu kommen und das alles dem Publikum in Projekten zu präsentieren.

Die Akademie soll ebenso für Interessierte zum Austausch von Gedanken, Gefühlen, themenbezogene Diskussionen, Vorträge, Unterricht in Barockgesang, der Barockvioline, der Theorbe – Barocklaute sowie der barocken Traversflöte zur Verfügung stehen. Ebenso die Notenkunde bis in das 16 Jh. nach den Gesetzmäßigkeiten der damaligen Zeit, einschließlich das Lesen und Spielen in alten Schlüsseln. Das Entdecken alter Schriften zur Pädagogik und musikalischen Ausführungen der damaligen Zeit.

Zur Wahrung musikhistorisch sollen die alten Techniken wie das Singen des Fauxbourdon, das Spielen nur nach Baßlinie, siehe Monodie von Marini, Noten können eingesehen werden. Das Auslesen alter Stücke, Affekterkennung und motorische Umsetzung nach altem Vorbild, der alten Tänze und Schauspielkunst für Interessenten zur Verfügung stehen.

Zur angewandten Kunst soll alles dargebrachte in Konzerten mit geeigneten Stücken unter Einführungen für das Publikum zum Mitdenken und Mitempfinden aufbereitet zur Verfügung stehen.

Dazu möchten wir Sie herzlich einladen, sich tief im Herzen berühren zu lassen.

Fragen, Anregungen, Meinungen? Hier können Sie gerne mit uns in Kontakt kommen.

Ihre Akademie zur Wahrung musikhistorisch angewandter Kunst.