Im Mittelalter wurde durch die Kirche jegliche Art der Vergnügungen verboten. Der zivilisierte Mensch sei zu Höheren berufen, nicht zum Tanzen oder Musizieren.
Das durchzusetzen, hatte die Kirche große Probleme. Spielleute waren zu jener Zeit multidimensional, sie beherrschten die Instrumente, Tanz und Schauspielkunst und gehörten der untersten Schicht der Ständepyramide an. Das änderte sich aber gegen Ende des Mittelalters. Höhere Schichten begannen sich für diese Künste zu interessieren. Mit der Durchsetzung der weltlichen Denkungsweise (Handel und Geldwirtschaft) wurden dann auch Hofmusikanten und Tanzmeister eingestellt. Mit der Herausbildung des Bürgertums entstand ein Machtkampf zwischen den alten Mächtigen in Burgen und Schlössern und den Mächtigen in den Städten. Sie trugen ihre Kämpfe öffentlich durch die Künste aus. Dadurch erlangten Malerei, Musik und Tanz wieder großes Ansehen.
Prunkvolle Gebäude entstanden, in denen rauschende Feste gefeiert wurden. Dafür brauchte man Musiker und Tänzer. Im Volk wurde schon immer getanzt. Ihre Tänze waren voller Lebenslust, die sich auch in groben Bewegungen niederschlugen. Dies bezeichneten die oberen Schichten als unseriös und nahm jene Tänze, verfeinerten diese in Noten und Schrittkombinationen.C 6.Mixed Suite of Branles ( d)

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